Ingrid Stübinger (*1961) wurde in Tübingen geboren und wuchs zwischen dem Schwarzwald und der Schwäbischen Alb auf. Nach dem Abitur studierte sie zunächst Malerei an der Pariser Ecole Nationale Supérieure des Beaux Arts und widmete sich dann der Germanistik und Romanistik in Tübingen, wo sie das Erste und Zweite Staatsexamen ablegte. Ihre Malerei führte sie währenddessen autodidaktisch weiter.
Seit 1992 lebt und arbeitet die Künstlerin in Paris. 2007 findet dort ihre erste Ausstellung statt und 2018 wird ihr neben anderen Auszeichnungen der Grand Prix Taylor verliehen. Inzwischen werden ihre Bilder von Galerien im In- und Ausland sowie auf internationalen Messen vertreten und sind Teil privater und öffentlicher Sammlungen.
Bei einer sehr gestischen, freien und dennoch präzisen und beherrschten Pinselführung bleibt ihre Öl- und Acrylmalerei im Bereich des Gegenständlichen. Hier zieht sie oft das Gewöhnliche, Unbeachtete an, wozu neben scheinbar banalen Landschaftsausschnitten auch Kühe zählen. Ihre Portraits und Herdenbilder stellen meist frontal und mysteriös die Würde und faszinierende Präsenz dieser großen Tiere dar.